KUYAMBA – Kinderhilfe Uganda e.V.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, bedürftigen Kindern in Nkuringo, einer Region im Südwesten Ugandas, die Möglichkeit zu einer guten Schulbildung zu geben und ihnen so den Weg aus der Armut zu ebnen. Dafür arbeiten wir eng mit unserer Partnerorganisation vor Ort, der NVCDF, zusammen, die Kinder aus der Region, die in besonders armen Verhältnissen leben, unterstützt und fördert.

Unsere Vision

Unser Ziel ist es, Kindern aus schwierigen Familienverhältnissen, die in extremer Armut leben, eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Wir sind überzeugt, dass gute Bildung hierzu der Schlüssel ist. Daher wollen wir denjenigen Kindern, deren Familien ihnen keinen Schulbesuch finanzieren können, die Möglichkeit geben, einen guten Schulabschluss zu bekommen. Bisher haben wir durch Spenden und Patenschaften den Schulbesuch für fast 30 Mädchen und Jungen aus Nkuringo in Uganda finanzieren können. Wir möchten unser Engagement aber noch ausweiten und unter anderem auch in berufsbildende Maßnahmen für die Kinder und in schulische Ausstattung investieren.

Wie alles begann

Warum Uganda?

Alles begann im Jahre 2012, als Gabi Janke, damals stellvertretende Schulleiterin am Gymnasium Langenhagen, an einem beeindruckenden Reisebericht eines Kollegen über Uganda teilnahm. Ihre Begeisterung brachte sie mit nach Hause zu ihrem Mann Dietmar Kierdorf sowie ihren Freunden Axel Meuer und Mirja Schraverus-Meuer und gemeinsam planten sie eine Reise nach Uganda.

Kinder in Not

Wie viele Touristen aus aller Welt, die zum ersten Mal nach Uganda reisen, zog es auch unsere kleine Reisegruppe zum Bwindi Impenetrable Forest, einem Nationalpark, in dem einige der letzten Berggorillas der Welt leben. Im Anschluss an ein faszinierendes Gorilla-Trekking besuchten sie auch ein Dorf des Batwa-Volkes in der Provinz Nkuringo im Südwesten des Landes. Die Batwa gehören zur Volksgruppe der Pygmäen und wurden in den 1990er Jahren aus dem Regenwald des heutigen Nationalparks vertrieben, weil man glaubte, sie könnten den Schutz der Berggorillas und das daran geknüpfte Tourismus-Projekt gefährden. Daher wurden sie zwangsumgesiedelt und lebten fortan in ärmlichsten Verhältnissen und waren überwiegend auf Lebensmittel-, Kleidungs- und sonstige Spenden angewiesen. Aus Mangel an Geld konnten die Kinder außerdem nicht zur Schule gehen. Gabi, Dietmar, Mirja und Axel war also ziemlich schnell klar, dass der einzige Schüssel für eine bessere Zukunft dieser Menschen in der Ausbildung der Kinder liegt. So beschlossen sie, die Ausbildung von drei Kindern aus diesem Dorf zu finanzieren.

Ein starker Partner

Nach ein paar Startschwierigkeiten hinsichtlich der Verwaltung der Patenschaften vor Ort reisten Gabi und Dietmar im Sommer 2017 erneut nach Nkuringo und lernten dort an der Schule ihrer Patenkinder den Lehrer Tomas Habanabakiza kennen. Tomas erklärte sich bereit, die Organisation der Patenschaften zu übernehmen und wurde so unser engagierter und überaus verlässlicher Ansprechpartner vor Ort.

Tomas ist außerdem auch Gründer einer gemeinnützigen Kinderhilfsorganisation namens NVCDF (Nkuringo Vulnerable Children Development Foundation), die speziell bedürftige und arme Kinder beim Erreichen einer guten Schulbildung unterstützt und für sie jedes Wochenende verschiedene Workshops organisiert, die ihnen wichtige Fähigkeiten beibringen sollen.

Ein besonderes Schulprojekt

Zurück in Deutschland erzählte Gabi ihrem Kollegen und Leiter der „Helfen-AG“ an ihrer Schule, Denis Stehr, von Tomas, der NVCDF und den Kindern in Nkuringo, woraufhin Denis sofort Kontakt mit Tomas aufnahm. Gemeinsam mit der Helfen-AG startete er daraufhin die Aktion „ELEPFAND“, bei der die Schulmitglieder Pfandflaschen sammelten, um den Erlös dann an die NVCDF zu spenden. Zusammen mit diversen Geldspenden aus der Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft konnten so für die NVCDF unter anderem ein Laptop, vier Ziegen mit Holzstall, ein Gemüsegarten sowie die Schulkosten für acht Waisenkinder finanziert werden.

Die Vereinsidee

Um das Ganze auf breitere Füße zu stellen und um dem Ganzen auch einen offiziellen Rahmen zu geben, beschlossen Denis, Gabi und Dietmar, einen Verein zu gründen. Annika Stegmaier (ehemalige Sekretärin des Gymnasiums Langenhagen und heute auch Mitglied des Vereins) war ebenfalls von Anfang an mit tatkräftiger Unterstützung dabei. Gemeinsam mit Denis flog sie im Oktober 2018 nach Uganda, wo sie die unterstützten Kinder und Projekte sowie Tomas und die NVCDF persönlich kennenlernen und weitere Projektideen sammeln konnten. Außerdem brachten sie als technische Unterstützung für die NVCDF und ausgewählte Schulen vor Ort auch einige Smartphones und Tablets mit, die von Mitgliedern der Schulgemeinschaft gespendet worden waren.

Endlich – KUYAMBA ist da!

Im September 2018 begannen wir mit den Formalitäten zur Gründung des gemeinnützigen Vereins. Um die enge Verbindung mit den Menschen in Nkuringo zu zeigen, wählten wir als Namen „Kuyamba“ aus, was in der Stammessprache Rukiga „helfen“ bedeutet, so dass der volle Vereinsname seitdem „Kuyamba-Kinderhilfe Uganda e.V.“ lautet. Der Verein ist im selben Jahr eingetragen und die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt anerkannt worden. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Gründungsmitgliedern zusammen: Dietmar Kierdorf (1. Vorsitzender), Denis Stehr (2. Vorsitzender), Gabriele Janke (Kassenwart), Axel Meuer (Schriftführer) und wird aktuell durch fünf weitere Mitglieder unterstützt: Mirja Schraverus-Meuer, Annika Stegmaier, Krystin Mollitor, Sönke Neuss und Alex Kuss.

Unser Partner vor Ort

Damit unsere Hilfe direkt bei den bedürftigen Kindern ankommen kann, arbeiten wir eng mit einer lokalen Hilfsorganisation zusammen. Ohne die engagierten freiwilligen Helfer des NVCDF (Nkuringo Vulnerable Children Development Foundation) und allen voran Tomas Habanabakiza, den Gründer dieser gemeinnützigen Organisation, wäre es uns unmöglich, aus dem fernen Deutschland arme Kinder in Uganda direkt zu unterstützen. So aber haben wir einen verlässlichen Partner vor Ort an unserer Seite, der sich auch vor unserem Engagement in dieser Region schon um Kinder aus besonders schwierigen und ärmlichen Verhältnissen gekümmert hat.

Momentan unterstützt der NVCDF knapp 130 Kinder und Jugendliche, viele von ihnen Waisen- oder Halbwaisenkinder, deren Familien nicht oder nur eingeschränkt für sie sorgen können und insbesondere nicht über die Mittel verfügen, ihnen eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Die zwölf ehrenamtlichen HelferInnen des NVCDF, die alle aus der Region Nkuringo stammen, organisieren für die Kinder jedes Wochenende ein Treffen, bei dem sie in ungezwungener Atmosphäre gemeinsam verschiedene Tänze und Lieder einstudieren sowie an verschiedenen Workshops teilnehmen können. So können sich die Kinder nicht nur als Teil einer starken Gemeinschaft fühlen, ihnen werden vor allem auch wichtige Fähigkeiten für ein Leben oberhalb der Armutsgrenze vermittelt, wie z.B. den Anbau von Nutzpflanzen, die Aufzucht und Pflege von Nutztieren, die Herstellung von Kunsthandwerk und besonders auch den Umgang mit Computern, Tablets und Smartphones. Eine Vielzahl weiterer Workshops und unterstützender Maßnahmen sind bereits in Planung.

Unser Ansprechpartner und Leiter des NVCDF: Tomas Habanabakiza, hier mit seiner Tochter