Patenschaften

Was bedeutet es Pate zu sein?

Pate sein bedeutet, mit einer Anfangsgebühr von 110 € und einem Monatsbeitrag von 31 € ein bedürftiges Kind zu unterstützen, das sonst aufgrund der Armut in seiner Familie keine Schule besuchen könnte. Alle unsere Patenkinder besuchen private Internate, in denen sie wohnen, mit allem Lebenswichtigen verpflegt werden und – für die meisten von ihnen erstmalig – ein eigenes Bett haben.

Mit der Übernahme einer Patenschaft bei uns gehen Sie keinerlei rechtliche Verpflichtungen ein, jedoch weisen wir alle Paten darauf hin, dass wir jedes Kind bis zum Abschluss seiner Berufsausbildung unterstützen möchten (siehe unten: Schulsystem). Somit sollten Sie als Pate bereit sein, dem von Ihnen unterstützten Kind langfristig bei der Finanzierung seiner Schulbildung zur Seite zu stehen. Da die Ausbildung in den weiterführenden Schulen (Secondary Schools) teurer ist, wird Ihr Patenkind auf Wunsch zusätzlich von sogenannten „Zweitpaten“ unterstützt.

Falls ein Pate seine Patenschaft vorzeitig beendet, bemühen wir uns, schnell einen neuen Paten zu finden. Wir werden das betreffende Patenkind dann vorübergehend aus anderen Spendengeldern weiter unterstützen, so dass es auf jeden Fall weiterhin die Schule besuchen kann.

Wofür werden die Patenbeiträge verwendet?

Das Patenkind bekommt die finanzielle Hilfe und personelle Unterstützung für

  • die Erstausstattung (u.a. eine Schlafmatratze, eine Schuluniform, eine Schultasche); dafür benötigen wir aktuell den Anfangsbetrag von 110 €.
  • die Schulgebühren einer privaten Internatschule,
  • die Schulmaterialien,
  • Schul- und Freizeitkleidung,
  • Verpflegung während der Schulzeit,
  • Hygieneartikel,
  • den Transport zur Schule und nach Hause

Wie findet der Kontakt zum Patenkind statt?

Der Kontakt zu Ihrem persönlichen Patenkind findet durch unseren Verein über E-Mail statt. Er kann je nach Wunsch mehr oder weniger eng gestaltet werden und beinhaltet mindestens:

  • zu Beginn ein Foto mit Angabe des Namens und des Geburtsdatums und eine kurze Beschreibung der Familiensituation des Kindes
  • regelmäßig Zeugnisse und Bilder des Kindes
  • aktuelle spezielle Informationen zum Kind
  • mindestens einmal im Jahr einen Brief vom Patenkind
  • regelmäßige Newsletter (2-3 pro Jahr), in denen wir über die Geschehnisse an den Schulen und in unserem bzw. unserem Partner-Verein berichten
  • jährliche Patentreffen in Langenhagen
  • AUF WUNSCH können Sie mit dem Kind in Briefkontakt treten und/oder ihm Geschenke zukommen lassen, die vor Ort gekauft und entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse des Kindes ausgewählt werden.

Wie werde ich Pate?

Wenn Sie an einer Patenschaft interessiert sind, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf unter patenschaft@kuyamba.de

Wenn für Sie eine Patenschaft nicht infrage kommt, freuen wir uns auch über Einzel- oder Dauerspenden in jeder Höhe, mit denen wir eine Reihe von Projekten, die den bedürftigen Kindern vor Ort zugutekommen, unterstützen.

Das Schulsystem in Uganda

Zunächst sind staatliche Schulen von Privatschulen zu unterscheiden. An den meisten staatlichen Schulen in unserem Einsatzgebiet herrschen denkbar schlechte Lern- und Lebensbedingungen, was vor allem am Lehrermangel, eklatanter Unterfinanzierung, schlechter Ausstattung und überfüllten Klassen liegt. Die Privatschulen, auf die unsere Patenkinder verteilt sind, bieten dagegen eine vergleichsweise hohe Bildungsqualität, was sich nicht zuletzt an den deutlich höheren Abschlussraten und verbesserten Chancen für eine lange Bildungskarriere der Kinder zeigt. Privatschulen in Uganda sind Internate, die Kinder wohnen also einen „term“ (= ca. 3 Monate) lang in der Schule und werden dort rundum verpflegt, bevor es für die mehrwöchigen Ferien wieder nach Hause geht.

Idealerweise starten in Uganda bereits 3-jährige Kinder den Schulbesuch in der Nursery School, die die Klassenstufen baby, middle und top hat und eher einer Vorschule als einem Kindergarten entspricht. Da es in unserer Region Nkuringo keine staatliche Nursery School gibt, haben wir in unserem „Kuyamba Center of Education“ seit 2023 eine entsprechende Vorschul-Gruppe mit 20 Kindern eingerichtet, um sie auf die Grundschule vorzubereiten.

Die nächste Schulform ist die Primary School mit den Klassenstufen P1 bis P7. Die meisten Schulen, auch unsere Internate, vereinen die Nursery School und die Primary School. Die Klassenstufe P1 kann man dort nur besuchen, wenn man zuvor die Nursery School durchlaufen hat und ein Übergangszeugnis erhält.

Besonderheit in Nkuringo: da es hier keine Nursery School gibt, starten die Kinder in der staatlichen Schule zwar in P1, diese hat aber das Niveau der baby class.

Unsere Patenkinder starten in der Regel also, unabhängig von ihrem Alter, in der baby class, es sei denn, sie haben schon einige Jahre eine staatliche Schule besucht, dann werden sie nach einem Test eingestuft.

Jugendliche, die die Primary School erfolgreich abgeschlossen haben, können die Secondary School oder eine Berufsschule (vocational school) besuchen. Hier gibt es verschiedene Zweige und Zwischenabschlüsse, der höchste Abschluss nach 6 Jahren wäre das Abitur, das wie bei uns für ein anschließendes Studium qualifiziert.